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Reisen mit Hund nach London – unsere Reise vom Aargau über Calais & Dover mitten ins Herz von England 🐾🇬🇧

  • Autorenbild: Beat Keller
    Beat Keller
  • vor 1 Tag
  • 6 Min. Lesezeit

Warum Reisen mit Hund nicht kompliziert sein muss – wenn Erziehung Freiheit bedeutet Wenn der Hund ein Teil deines Lebens ist

Viele Hundebesitzer verzichten auf Reisen mit Hund. Nicht, weil es unmöglich wäre – sondern weil die Unsicherheit zu gross ist. Kann mein Hund das? Ist er ruhig genug? Wird er akzeptiert? Funktioniert das im Alltag? Wie verhält er sich wohl im Restaurant?

Unsere Reise von Bözen (Aargau) nach London hat mir einmal mehr gezeigt:

👉 Ein gut erzogener Hund ist auf Reisen kein Hindernis – sondern ein Türöffner.

Dieser Blogartikel ist:

  • ein persönlicher Reisebericht

  • eine praktische Anleitung

  • Ausdruck einer klaren Haltung

👉 Hunde sind Wegbegleiter. Doch Reisen macht nur dann wirklich Freude, wenn der Hund lernen durfte, sich in unserer Welt angemessen zu bewegen.


Pflicht-Entwurmung vor der Einreise nach England (GB) – das musst du wissen

Wenn du mit deinem Hund nach England reist, gibt es eine wichtige Gesundheits-Voraussetzung, die viele Halter vergessen: die Behandlung gegen Bandwürmer (Tapeworm Treatment). Diese ist Pflicht, damit dein Hund legal und ohne Probleme in England einreisen darf.

👉 Was ist diese Behandlung? Vor der Einreise muss dein Hund von einem Tierarzt gegen den Fuchsbandwurm (wissenschaftlich Echinococcus multilocularis) behandelt werden. Diese Behandlung muss einen Wirkstoff enthalten, der gegen diesen Bandwurm wirkt (z. B. Praziquantel).

👉 Wann muss die Behandlung erfolgen? Die Behandlung darf nicht früher als 120 Stunden (5 Tage) vor der geplanten Einreise nach England erfolgen und nicht später als 24 Stunden vor der Einreise.

👉 Wer führt sie durch? Die Bandwurmbehandlung muss von einem Tierarzt durchgeführt und im Heimtierausweis dokumentiert werden – inklusive Datum, Uhrzeit, Name des Präparats sowie Stempel und Unterschrift der Praxis.

📌 Wichtig: Ohne diese Eintragung kann deinem Hund die Einreise verweigert werden – selbst wenn alle anderen Impfungen wie u.a. aktuelle Tollwutimpfung (mind. 21 Tage vor Einreise und der Hund muss bei der Tollwutimpfung mind. 12 Wochen alt sein) und alle Dokumente stimmen.

➡️ Weitere Details zur Tapeworm-Behandlung und den offiziellen Vorgaben findest du auch auf der britischen Regierungsseite: ➡️ https://www.gov.uk/bring-pet-to-great-britain/tapeworm-treatment-dogs


Start in Bözen (Schweiz): Mit dem Auto Richtung England

Unsere Reise begann in Bözen. Von dort aus ging es mit dem Auto quer durch Frankreich bis nach Calais. Eine längere Strecke mit dem Auto – aber für uns bewusst gewählt, weil sie maximale Flexibilität und Komfort bietet.

Gerade auf langen Fahrten zeigt sich schnell, wie wichtig:

  • Ruhe

  • Gewöhnung

  • und Sicherheit

für einen Hund sind.


Sicher unterwegs: Hund im Auto richtig anschnallen

Unser Hund war während der gesamten Autofahrt mit einem Autosicherheitsgeschirr auf der Rückbank gesichert.

Ich nutze das Dog’s Fun Run Autosicherheitsgeschirr „Travel Xtreme“ inkl. Karabinerset 👉https://grossenbacher-beat.ch/collections/reisen-und-autofahren

Warum dieses Geschirr für uns ideal ist:

  • stabile, hochwertige Verarbeitung

  • sichere Befestigung am Fahrzeug über den Sicherheitsgurt

  • gute Bewegungsfreiheit ohne erhöhtes Risiko

  • entspanntes Liegen & Sitzen möglich

  • die Rückbank ist für Hunde einer der sichersten Plätze im Auto


Eine mögliche Alternative: Natürlich gibt es auch die Option, Hunde in einer stabilen Transportbox im Kofferraum zu sichern. Viele Hundebesitzer bevorzugen diese Variante, weil sie einen geschützten, klar abgegrenzten Raum bietet.

Für unsere Reise kam diese Lösung nicht infrage, da der Kofferraum durch Gepäck vollständig belegt war.


Entspannter Hund, korrekt gesichert mit Autosicherheitsgeschirr im Auto – Grundlagen für stressfreies Reisen.
Ein entspannter Hund im Auto ist kein Zufall – sondern das Resultat von Sicherheit, Gewöhnung und Vertrauen.

👉 Einen Hund im Auto zu sichern ist keine Frage des Wollens, sondern der Fürsorge und Verantwortung – für den Schutz des Hundes und unseren.


Von Calais nach Dover: Überfahrt mit der Fähre (P&O Ferries)

Ab Calais ging es mit der Fähre über den Ärmelkanal nach Dover. Wir haben uns für P&O Ferries entschieden – eine sehr hundefreundliche Verbindung inklusive Pet-Lounge.


Überfahrt buchen:👉 https://www.poferries.com


Hunde auf der Fähre – meine Erfahrung

Aktueller Stand (2025):

  • Haustiergebühr: ca. £15 pro Tier und Strecke

  • Überfahrtsdauer: ca. 90 Minuten

Hunde reisen grundsätzlich im Fahrzeug. Je nach Fähre gibt es zusätzlich eine Pet Lounge.

Diese bietet:

  • ruhige Atmosphäre

  • kontrollierter Bereich für Hunde

  • entspannte Überfahrt für Hund & Halter


Hund liegt ruhig in der Pet Lounge auf der P&O Fähre während der Überfahrt von Calais nach Dover.
Entspannung auch unterwegs: In der Pet Lounge der P&O Fähre reist unser Hund ruhig und gelassen nach England.

👉 Für einen Hund, der Ruhe gelernt hat, ist die Überfahrt stressfrei.


Ankunft in Dover: Auto sicher parkieren & weiter mit dem Zug

In Dover haben wir unser Auto bewusst stehen lassen und London komplett autofrei besucht.


Langzeitparkplatz nahe Bahnhof Dover

In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Dover gibt es die Dover Priority Station:

  • videoüberwachter Parkplatz

  • ideal für längere Aufenthalte

  • ca. £45–£55 für rund 30 Tage (Stand 2025, je nach Anbieter)


Perfekt, wenn man London flexibel mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden möchte.


Mit dem Zug von Dover nach London Paddington

Von Dover ging es direkt weiter mit dem Zug nach London Paddington.


Hund im Zug – völlig normal

In England gelten – mit wenigen Ausnahmen – folgende Regeln:

  • Hunde fahren kostenlos

  • keine Zusatzbillette

  • kein Maulkorbzwang


Reisen mit Hund und Gepäck in der Stadt: Der Hund läuft ruhig bei Fuss, abgeschirmt vom Umfeld und sicher geführt.
Alltagstauglich unterwegs: Hund bei Fuss mit Gepäck unterwegs

Voraussetzung: 👉 Der Hund ist ruhig, kontrollierbar und kennt den öffentlichen Raum.


Unser Hund:

  • lag ruhig zu meinen Füssen

  • ignorierte andere Fahrgäste

  • wirkte selbstverständlich präsent

Und genau das fiel auf – im positiven Sinn.

London mit Hund: Öffentlicher Verkehr in Zone 1 & 2

London ist überraschend hundefreundlich – wenn der Hund alltagstauglich ist.


Erlaubt:

  • Bus

  • Tube (U-Bahn)

  • Bahn


Kosten:

  • gratis für Hunde


Wichtige Regeln:

  • Hund an der Leine

  • keine Sitze belegen

  • bei Rolltreppen Hund tragen oder Treppen/Lift nutzen


Ticket-System in London: Einfach mit Kreditkarte fahren

Ein grosser Vorteil in London:

👉 Kein Ticketkauf nötig.


Du nutzt einfach:

  • Kreditkarte oder Debitkarte mit kontaktlosem Bezahlen


So funktioniert es:

  • beim Einsteigen „tap in“ (Kreditkarte an Sensor halten)

  • beim Aussteigen „tap out“ (Kreditkarte an Sensor halten)

  • Abrechnung automatisch zum günstigsten Tagespreis

  • Abbuchung meist am Folgetag

👉 Unkompliziert – auch mit Hund.


Alltag mit Hund in London: Sightseeing, ÖV & Stadtleben

Unser Alltag:

  • meist täglich unterwegs in Zone 1 & 2

  • Tube, Bus und Bahn

  • Spaziergänge durch belebte Viertel

  • Sehenswürdigkeiten wie z. B. Big Ben

  • Einkaufen (ausser Lebensmittelgeschäfte)


Collage: Hund Milou unterwegs in London – beim Big Ben, in Piccadilly Circus, Chinatown, Buckingham Palace, Carnaby Street sowie beim Tube-Fahren. Der Alltag in Londons Zone 1 mit einem gut erzogenen Hund, der ruhig, sozialverträglich und stadt­tauglich mitreist.
Hund Milou unterwegs in London – beim Big Ben, in Piccadilly Circus, Chinatown, auf der Carnaby Street, Buckingham Palace sowie beim Tube-fahren. Der Alltag in Londons Zone 1 ist mit einem gut erzogenen Hund, der ruhig, sozialverträglich und stadt­tauglich mitreist, ein Erlebnis.

Fast überall:

  • positive Reaktionen

  • diverse freundliche Gespräche mit Hund als "Türöffner"

  • ehrliches Interesse

Sätze, die wir oft gehört haben:

  • „He’s so calm!“

  • „What a well-behaved dog!“


👉 Nicht, weil unser Hund „besonders“ ist – sondern weil er gelernt hat, sich angemessen zu verhalten.


Restaurants mit Hund: Vertrauen schafft Möglichkeiten

Ein besonders schönes Beispiel: Ein kleines Restaurant in London.

Ich habe den Inhaber angesprochen: „He’s very friendly. He won’t bark, he’ll just lie there.“

Er stimmte ausnahmsweise zu.

Ergebnis:

  • Hund lag ruhig unter dem Tisch

  • kein Bellen

  • kein Betteln

  • keine Unruhe


Nach dem Essen:

  • wollten alle Mitarbeiter Milou streicheln

  • interessante Gespräche entstanden

  • positive Stimmung hinterlassen


👉 Gute Erziehung schafft Vertrauen – und öffnet Türen. Auch zu Restaurants.


Warum diese Reise eine Botschaft vermitteln möchte

Dieser Reisebericht soll eines zeigen:

🐾 Reisen mit Hund ist kein Glück – es ist das Resultat von Training, Beziehung und Erziehung sowie Alltagstauglichkeit.


Ein Hund wird nicht einfach „stadtfähig“. Er lernt es:

  • durch echte Alltagserfahrung im Leben

  • durch Wiederholung

  • durch Erziehung via Beziehung


👉 Was man früh investiert, zahlt sich ein Hundeleben lang aus.


Meine Haltung als Hundetrainer

Ein Hund sollte:


Aber: 👉 Das erfordert Verantwortung.


Erziehung bedeutet u.a.:

  • Orientierung

  • Sicherheit

  • Vertrauen


👉 Dann wird der Hund zum Wegbegleiter – nicht zur Belastung.


Fazit: Mit Hund nach England – absolute Empfehlung

Unsere Reise von Bözen über Calais & Dover nach London war:

  • unkompliziert

  • bereichernd

  • inspirierend


👉 London mit Hund ist absolut machbar – und wunderschön.


Mit einem Hund, der:

  • sicher im Auto reist

  • Ruhe kennt

  • den öffentlichen Raum akzeptiert

  • und gelernt hat, sich zu benehmen


… wird aus einer Reise ein gemeinsames Abenteuer.


Praktische Links aus meinem Reisebericht


💬 Schlussgedanke

Hunde sind unsere Wegbegleiter. Und je besser wir die Hunde auf das Leben vorbereiten, desto mehr von der Welt können wir gemeinsam entdecken.

PS: Eine kleine Szene aus dem Alltag

Während ich diese Zeilen schreibe, liegt mein Hund neben mir. Nicht irgendwo abgeschottet – sondern mitten in einer belebten Office-Working-Area. Menschen kommen und gehen, Stimmen, Geräusche, Bewegung. Und mein Hund? Er döst. Ruhig. Gelassen. Selbstverständlich.

Diese Szene sagt mehr aus als viele Trainingspläne.


Schwarzer Hund liegt entspannt in einer öffentlichen Working-Area unter dem Schreibtisch und zeigt, wie gut ein Hund in einer belebten Umgebung Ruhe finden kann. Beispiel für alltagstaugliches Hundetraining und entspanntes Arbeiten mit Hund.
Ruhiger Hund in der Office-Working-Area – entspanntes Arbeiten im Alltag mit Hund ist sehr gut möglich

Denn:

  • Genügend Ruhe schafft einen ruhigen und ausgeglichenen Hund.

  • Ein ruhiger und ausgeglichener Hund kann entspannt lernen.

  • Entspannt lernen schafft neue positive Erlebnisse.

  • Neue positive Erlebnisse schaffen Vertrauen.

  • Vertrauen schafft Beziehung.

  • Und eine gute Beziehung & Bindung schafft das, was sich viele wünschen: Freiheit.


Freiheit, den Alltag nicht organisieren zu müssen – sondern zu leben. Zusammen 🐾❤️

 
 
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